

BAUEN FÜR DEN MITTELSTAND
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industrieBAU
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Mit Arthrex hat einer der weltweit führen-
den Hersteller von orthopädischen Medi-
zinprodukten seinen Münchner Standort
zum Forschungs- und Vertriebsstandort für
ganz Europa ausgebaut. Der Hauptsitz des
1981 in München gegründeten Konzerns
befindet sich in Florida, verschiedene Toch-
terfirmen und Distributionszentren sind
auf der ganzen Welt zu finden. Beginnend
als eine auf die Arthroskopie spezialisierte
Firma hat sich Arthrex mit über 7.500 Pro-
dukten zu einem der führenden Unterneh-
men in der Sportmedizin und operativen
Orthopädie entwickelt.
FürdieRealisierungdereuropäischenHaupt-
niederlassung in Freiham beauftragte das
privat geführte Unternehmen das Münchner
Architekturbüro OSA von Fabian Ochs, Julia
Senfter und Florian Schmidhuber. Der vonOSA
entwickelte Bebauungsplan für das gesamte
Quartier bildete die Voraussetzung für eine
vertrauensvolle und persönliche Zusammen-
arbeit mit Reinhold Schmieding, dem Grün-
der und Präsidenten des Unternehmens.
Die vom Bauherrn formulierte Herausforde-
rung bestand darin, eine den medizinischen
Anforderungen entsprechende Corporate
Architecture für momentan 375 Mitarbeiter
zu planen, die aber gleichzeitig genug Raum
lässt für ein Nachverdichtungspotenzial auf
insgesamt 550 Mitarbeiter. Erste Überlegun-
gen zur Standortsuche gab es bereits Mitte
2011. Nach der Untersuchung verschiedener
Grundstücke entschied sich der Bauherr dann
für das Gewerbegebiet Freiham.
Für das Unternehmen, das bislang dezen-
tral an verschiedenen Orten in München
untergebracht war, bedeutet das neue
Firmengebäude nicht nur eine Konzentra-
tion und Bündelung der Arbeitsprozesse,
sondern bietet vor allem die Möglichkeit
einer einfachen und direkten internen Kom-
munikation. In der näheren Umgebung des
Arthrex-Neubaus befinden sich außerdem
die Firma Stephan, ebenfalls ein Entwurf
des Büros OSA, die Firma Würth sowie das
Hiepler, Brunier, Berlin (2)
Weiße Bänder und schräg angebrachter
Sonnenschutz: Das Gebäude scheint für
den Betrachter nach hinten zu kippen und die
Fassade erhält eine zusätzliche Dimension.